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Fotoalben Natur und Umwelt

Trockenwiesen – blühende Oasen zwischen Feldern und Aulandschaft

Auf den ersten Blick sind Trockenwiesen wenig spektakulär. Magere Böden sind nicht geeignet für die Ansprüche der Landwirtschaft. Bei den Pflanzen überwiegen Kräuter, die oft nur Fachleute auf den ersten Blick erkennen. Aber im Frühsommer, zwischen Mai und Juni, entfalten diese unscheinbaren Zwischenstücke ihre Pracht mit unendlichen Blütenseen und -inseln, die auf einmal die ganze Vielfalt augenfällig machen. Mit der Vielfalt der Pflanzen beherbergen Trockenwiesen auch Lebensräume für Insekten, Lurche, Kleinsäuger und Vögel – einer der ganz besonderen Lebensräume, die die Aulandschaften entlang von Thaya und March einzigartig machen.

Trockenwiese zwischen Thaya, Hametbach und der Aulandschaft in Bernhardsthal, Anfang Juni 2020.

Neugierig geworden? Hier erfahren Sie mehr über Trockenwiesen und ihre ökologische Bedeutung im Weinviertel.

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Fotoalben Natur und Umwelt

Die Thaya Auen in Bernhardsthal

Flussaufwärts vom Nationalpark March-Thaya-Auen ist die Vielfalt an Tieren – insbesondere Vögeln – und Pflanzen – mit ausgedehnten Trockenwiesen – auch in Bernhardsthal außergewöhnlich. In allen Jahreszeiten entfalten sich Landschaften und Ökosysteme, die zur behutsamen Erkundung einladen.

Schnappschüsse aus dem Frühjahr, wenn Natur, aber auch Bewirtschaftung, der Aulandschaften einzigartige Bilder schaffen.  

Wenn im Frühling eine außergewöhnliche Vielfalt von Vögeln, vom pfeilschnellen Eisvogel über elegante Reiher bis zu den Greifvögeln hoch oben, ihre Jungen zur Welt bringen, oder im Herbst die Hirsche röhren und die Kormorane das Vogel-Kommando übernehmen, dann erscheinen die Au-Landschaften entlang der Thaya wie unberührte Wildnis. Jahrzehnte ohne viel Verkehr in der Zone entlang der grenze am Eisernen Vorhang haben ihres getan, um ein wenig gestörtes Naturleben sich entfalten zu lassen. Aber die Auen sind seit Jahrtausenden auch Kulturlandschaft, genutzt von Landwirten, Fischern und Jägern. Kaum ein Blick zwischen Bäumen, Sträuchern und Wasser, in dem nicht auch die Spuren von Zivilisation und Nutzung sichtbar werden.

Gerade Jäger, Fischer und Forstwirtschaft kultivieren, ’nutzen‘, und richten sich ein zwischen Altarmen, Lichtungen und Wegen.

Spuren in der ‚Wildnis‘: Hochstände, Fischerhütten und Treidelnetze, Forstwirtschaft.  

Wir werden an dieser Stelle mit weiteren Bildfolgen und kleinen Dokumentationen das einzigartige Zusammenspiel von Natur, Kultur und gewerblicher Nutzung in ihrer Vielfalt wie auch Widersprüchlichkeit hier sichtbar machen.

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Heimatmuseum Kultur Publikationen

Die „Bruckn“

Eine Broschüre über die Geschichte und Bedeutung des Wahrzeichens von Bernhardsthal. Von Friedel Stratjel.

Die „Bruckn“, errichtet 1839/40 unter Carl Ghega für die „Nordbahn“ als erste Dampfeisenbahn im Kaisertum Österreich, ist die älteste noch in Betrieb stehende Eisenbahnbrücke Mitteleuropas, und heute Wahrzeichen von Bernhardsthal im nördlichen Weinviertel.

Klicken Sie auf das Bild um die Broschüre online anzusehen.Broschüre Ghega Brücke Bernhradsthal Umschlag

Weitere Publikationen zur Ortsgeschichte von Bernhardsthal, zu Kultur, Geschichte und Alltag – jeweils zum hineinblättern und runter laden finden Sie in unserem Online Bücherregal.

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Dorfleben Veranstaltungen, Initiativen, Aktionen des DoErn

Neue Baumpflanzungen rund um den Teich

Für 2020 hat sich der DoErn eine Reihe von Baumpflanzungen rund um den Landschaftsteich vorgenommen. Die Aktion wurde wie geplant Ende März begonnen.

Folgende Setzlinge wurde ausgepflanzt und werden nun auch von den Mitgliedern fortlaufend gegossen und gepflegt. Bitte achten Sie bei Spaziergängen und Radtouren auf die noch jungen und deshalb verletzlichen Pflanzen, die jeweils mit einem Pflanzstock deutlich sichtbar gemacht wurden:

  • 10 Schwarzföhren: Großer Teich Südufer beim Steg sowie bei der Kläranlage;
  • 3 männliche Saalweiden: Großer Teich;
  • 10 Schwarzerlen: Großer Teich bei der bei Teichstrassenbrücke sowie bei der Kläranlage;
  • Edlitzbeere (Elsbeere): Kleiner Teich, SüdOst-Seite;
  • Speierling: Kleiner Teich SüdOst-Seite;
  • Pannonische Eiche: Kleiner Teich, SüdOst-Seite;
  • 10 Petula pendula (Hängebirken): Kleiner Teich, Einfahrtsstrasse von Rabensburg;
  • Angedacht: Maroni.

Einige Bäume ziehen wir selbst vor, insbesondere eine Trauerweide für den Großen Teich bei der Teichstrassenbrücke sowie Liguster für den Bereich der Kläranlage.

Warum wir Bäume auspflanzen

Bäume wirken wie natürliche Klimaanlagen. Je stärker der Klimawandel auch in unseren Breiten zu heißeren Sommern und zu weniger Niederschlägen führt, desto wichtiger gerade auch für das ‚Mikro-Klima‘ – also den Ausgleich im unmittelbaren Lebensraum – sind Bäume.

Ein natürlicher Schirm gegen die Hitze im Sommer: Nussbaum in Bernhardsthal

Übrigens, jede Menge praktischer Tips und Anregungen, inklusive Pflanzanleitungen für Bäume und Staudenbeete, abgestimmt auf die Bedingungen in Niederösterreich gibt es bei Natur im Garten.

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Heimatmuseum

Otto Berger Heimatmuseum

Anschauliches, Spannendes, Altes und auch Neues zum Ort, seiner Geschichte sowie der Bewohnerinnen und Bewohner.

Was es hier zu entdecken gibt

Von der Eiszeit über die Wirren der Völkerwanderung, quer durch die Jahrhunderte, durch das Dorf unserer Großeltern bis zur Gegenwart wird das Dorf hier lebendig.

 

 

Die Sonderausstellung „Wäsche waschen im Wandel – Im Wandl Wäsche waschen zeigt ein Stück Alltagsgeschichte in unserem Ort.

 

 

Öffnungszeiten und Besucher Infos

April bis Oktober, jeweils am ersten und dritten Sonntag im Monat von 14.00 bis 16.00 Uhr.

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Dorfleben

Dorf lebt, wenn mehr als einer was tut

Es ist viel mehr los, als wir wissen. Entdeckungen und Initiativen, Events und Dinge, die nahezu unbemerkt passieren, die nur einige wenige, oder ganz viele interessieren. Im Dorf, in der Großgemeinde – und weil die Grenze so nahe ist, darüber hinaus im Dreiländereck.

Sobald die aktuellen Einschränkungen aus der Corona Pandemie noch breiter zurückgenommen sind, werden wir an dieser Stelle Hinweise auf Veranstaltungen und Events quer durch den Gemüsegarten bringen, nicht nur aus dem DoErn, sondern mehr noch auch auf Spannendes von anderen Initiativen, Vereinen, und Veranstaltern.

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Dorfleben Veranstaltungen, Initiativen, Aktionen des DoErn

Lesen und lesen lassen: Der Bücherschrank im ehemaligen Kloster

Hier finden kleine und große Leseratten was sie suchen – und können Bücher nach Lust und Laune entnehmen. Wir laden Sie aber auch ein Bücher, die Sie nicht mehr benötigen, für andere Neugierige einstellen.

Es gibt Romane – von Krimis bis hohe Literatur – , Kinderbücher, Jugendromane, Sachbücher – Biografien, Historisches -, Kochbücher, Bildbände.

Der Bücherschrank ist auch trotz der derzeitigen Beschränkungen im öffentlichen Leben weiterhin für Sie geöffnet – und bietet gerade auch jetzt guten Stoff für Unterhaltung und Anregungen für Sie und die ganze Familie!

Wenn Sie Anregungen zum Bücherschrank haben, geben Sie uns doch Bescheid und schicken uns eine Email an info@doern-bernhardsthal.at.

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Dorfleben Veranstaltungen, Initiativen, Aktionen des DoErn

(Wieder-) Eröffnung des Holzwegs im Oktober 2019

Der Holzweg ist ein Naturlehrpfad, der anregt, Sträuche und Bäume in Bernhardsthal auf eigene Faust genauer zu erkunden.

Eine Initiative von Friedel Stratjel, Peter Ahnelt und Siegrun Gerlach für den DoErn.

Der Rundgang im Frühherbst begann bei dichtem Nebel. Doch plötzlich brach die Sonne durch, und die Landschaft verwandelte sich innerhalb weniger Minuten.

Der Holzweg führt vom Teichstüberl rund um den Teich. Jedes Schild zeigt nicht nur den gängigen Namen der Sträucher und Bäume, sondern hat auch einen sogenannten QR Code. Mit einer Scan App am Handy fotografiert werden zusätzliche Informationen über Eigenart, botanische Zusammenhänge wie auch Verwendungen einer Pflanze abgerufen. Eine ausführliche Beschreibung zu den wichtigsten Bäumen und Sträuchern, einen genauen Plan sowie weiterführende Infos zum Holzweg gibt es hier.

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Dorfleben Heimatmuseum Publikationen Veranstaltungen, Initiativen, Aktionen des DoErn

Schmetterlingskalender (2018)

Aus einem Fotowettbewerb entstand zum „10. Tag der Museen im March/Thaya Raum“ 2018 aus Dutzenden Einsendungen ein wunderbarer Schmetterlingskalender.

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Fotoalben Natur und Umwelt

Ausflug zu den „Krautstreifen“ – Besichtigung der Flurneuordnung in Bernhardsthal

Was sind die unscheinbaren Krautstreifen? Warum ist jeder Streifen von unterschiedlichen Pflanzen besiedelt? Warum sind diese ‚Zwischenräume‘ so wichtig für die Vielfalt nicht nur bei Pflanzen, sondern auch Insekten, kleinen Nagern und sogar größeren Säugetieren?

Die Gemeinschaft der Bernhardsthaler Landwirte zur Zusammenlegung („Kommassierung„) von Äckern in und um die Gemeinde wurde für die Einrichtung der „Krautstreifen“ zwischen den bis zum Horizont reichenden Acker mit einem Preis der niederösterreichischen Initiative „17 und wir“ ausgezeichnet.
Es ging um ein großes wie auch großzügiges Vorhaben, das die Agrarbehörde im Bezirk Mistelbach, die Zusammenarbeits-Gemeinschaft der Bauern (Grundeigentümer und Pächter) und externe Berater eng verzahnt auf den Weg gebracht haben.

Überblick zur „Flurneuordnung“
Die Kulturlandschaft um Bernhardsthal ist vor allem durch die Vielfalt an landwirtschaftlicher Nutzung im Lauf der Jahrhunderte entstanden: Intensive Nutzung auf den guten Böden, Wiesen auf den Feuchtstandorten, sowie Bracheflächen auf den trockenen Extremstandorten. Diese weitläufige Offenlandschaft – begrenzt durch trockene Schwarzföhrenwälder im Norden und Auwälder im Osten – macht die Besonderheit der Bernhardsthaler Ebene aus und große Teile sind als Europaschutzgebiet (Natura2000) ausgewiesen.
Eine Grundzusammenlegung für die Fluren in Bernhardsthal war immer wieder Thema – ernsthafte Gespräche gab es dann wieder ab 2007. Ein Zusammenlegungsverfahren ist ein mehrstufiges Verfahren, dauert mehrere Jahre und muss von einer Mehrzahl der Grundeigentümer beantragt werden.
Die fachliche Durchführung obliegt der NÖ Agrarbezirksbehörde. Zu Beginn wurden alle agrartechnisch und naturschutzfachlich notwendigen Maßnahmen erarbeitet, um sicherzustellen, dass das Verfahren positiv abgeschlossen werden kann. Die Gesamtplanung mit allen Maßnahmen (Wegebau, ökologische Ausgleichsflächen, …) und Kosten wurden den Bewirtschaftern und Grundeigentümern vorgestellt und 2008 das Verfahren begonnen.
Die Übergabe der neuen, besser bewirtschaftbaren Grundstücke  mit sicheren Grenzen erfolgte im Herbst 2014 – nun erst konnten die ökologischen Ausgleichsflächen (Landschaftselemente wie Wildblumenstreifen, Hecken, Einzelbäume und vieles mehr) verwirklicht werden. Die Planungskriterien waren hier: Ein Verschlechterungsverbot für die unter Schutz stehenden Arten und Lebensräume, bestehende Landschaftselemente erhalten und in neue Grünanlagen integrieren.

Grünanlagen – Krautstreifen – Blumen für die Landschaft:
Im Herbst 2015 wurde begonnen, die neuen Landschaftselemente in der Natur zu etablieren: die Pflanzung von Baumreihen, Obstbaumgruppen, Hecken, und vor allem die Aussaat von Wildkrautstreifen. Diese Streifen sind hier das Besondere – in vielfacher Hinsicht: sie verteilen sich über die ganze Feldflur, sie werden mit dauerhafter Wildblumenmischung besämt, brauchen keine Pflege und sind vielfältige Lebensräume für viele Pflanzen- und Tierarten.
Die Verteilung und Ausgestaltung der Grünanlagen in dieser Art – eben zum Großteil als Wildblumenstreifen – war das Ergebnis eines intensiven Planungsprozesses. Alle Ausgleichsflächen zusammen sollen das Überleben aller im Gebiet geschützten Arten (hier vor allem Greifvögel) gewährleisten.
Zwei Prozent Grünanlagen bei einer Verfahrensfläche von über 2200 ha ergibt in Summe eine Fläche von 43 ha, die als Ausgleichfläche im Verfahren angeordnet wurden.
Das Land Niederösterreich unterstützte das Vorhaben über die Agrarbezirksbehörde und Elfriede Rath. Seitens der Bauerngemeinschaft half Rudolf Bohrn als Obmann bei der Abstimmung. Externe Expertise und Beratung steuerte der Landschaftsplaner Thomas Zuna-Kratky bei.

„17 und wir“
Im Sommer 2018 haben sich die meisten Krautstreifen wunderschön entwickelt: Königskerzen, Herzgespann und Natternkopf blühen üppig, ziehen viele Bestäuber an, das Motto Blumen für die Landschaft wird Wirklichkeit. Ein Jahr davor im Juni 2017 gab es auf Initiative der Gemeinde eine Radtour des Dorferneuerungsvereines – damals die ersten Eindrücke der neuen Landschaftselemente.
Da sich die Wildkrautstreifen sehr gut entwickeln, reichte die Zusammenlegungsgemeinschaft im Winter 2018 unter dem Titel „Wildblumen für die Landschaft – als Teil der „Grünen Infrastruktur“ für die Agrarlandschaft um Bernhardsthal in NÖ im Weinviertel“ bei einer Ausschreibung 17undwir – Klimabündnis NÖ ein. Die Preisverleihung fand am 21. September 2019 im Rahmen einer „Wildblumen-Radtour“ beim Wanda Kreuz statt.

Zur offiziellen Erkundung bei der „Wildblumen-Radtour“ und der Preisverleihung beim Wanda Kreuz zwischen Bernhardsthal und Altlichtenwarth kamen Bürgermeisterin Doris Kellner, Vertreter der Landesbehörden sowie der Präsident des NÖ Landtages, Karl Wilfing.
Besonders wichtig: Die Einrichtung der „Krautstreifen“ ist keine einmalige Aktion. Vielmehr sollen dauerhaft Schutzräume für Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren entstehen.
Die weitere Entwicklung dieser Initiative lässt sich deshalb auch dieses Jahr erkunden, am besten wohl mit dem Fahrrad. Mehr zu diesen Touren in der „Wein4tlerin„.